In belastenden Situationen fällt es oft schwerer, spontan auf all die Dinge zurückzugreifen, die uns normalerweise guttun oder unterstützen. Deshalb kann es hilfreich sein, wichtige Bewältigungsmöglichkeiten bereits in ruhigeren Zeiten bewusst zusammenzustellen. Ein Ressourcenplan ist kein Notfallversprechen und ersetzt keine professionelle Unterstützung, wenn diese erforderlich ist. Er dient vielmehr als persönliche Erinnerung daran, welche kleinen Schritte, Menschen und Strategien dir bei gewöhnlichen Belastungen zur Verfügung stehen. Ein solcher Plan kann dir helfen, in schwierigen Momenten leichter auf bereits bekannte Möglichkeiten zurückzugreifen. Was möchtest du dir selbst für einen anstrengenden Tag in Erinnerung rufen?
So geht’s
Notiere auf einer Seite drei Dinge, die dir bei Belastung häufig helfen: etwas, das du selbst tun kannst, eine Person, an die du dich wenden kannst, und eine kleine Handlung, die dir Orientierung gibt. Ergänze bei Bedarf weitere persönliche Ressourcen aus den Bereichen Körper, Gefühle, Denken oder Alltag. Bewahre die Liste an einem Ort auf, an dem du sie leicht wiederfindest. Aktualisiere sie, wenn du neue hilfreiche Erfahrungen machst.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Vorausschauende Planung und vorhandene Bewältigungsressourcen spielen in verschiedenen Modellen der Verhaltens- und Copingforschung eine wichtige Rolle. Der Ressourcenplan von Resilienztipps entspricht jedoch keinem standardisierten Coping-Planning-Verfahren, sondern stellt persönliche Strategien und Unterstützungsmöglichkeiten als Erinnerung zusammen. Direkte Evidenz für genau diese Listenübung ist deshalb begrenzt.
Quelle
Zhang et al. 2019, Meta-Analyse zum Health Action Process Approach.
Passende Resilienztipps
Soziale Ressourcen: Das Beziehungsnetz

