Unser Gehirn neigt dazu, Gedanken automatisch zu verzerren – besonders unter Stress. Die Psychologie spricht hier von kognitiven Verzerrungen: typische Denkmuster wie Katastrophisieren („Das wird sicher schiefgehen“) oder Gedankenlesen („Die anderen halten mich für unfähig“). Diese wirken oft überzeugend, obwohl sie nicht auf überprüfbaren Fakten basieren. Ein bewusster Realitätscheck hilft dir, gedankliche Annahmen von tatsächlichen Gegebenheiten zu trennen. Wie viel von dem, was du gerade denkst, ist wirklich belegt – und was ergänzt dein Kopf gerade selbst?
So geht’s:
Nimm einen belastenden Gedanken und zerlege ihn in zwei Teile: Fakten (objektiv überprüfbar) und Interpretationen (Bewertungen oder Vermutungen). Halte beides kurz fest – im Kopf oder schriftlich. Formuliere anschließend einen neuen, ausgewogeneren Gedanken, der sich stärker an den Fakten orientiert. Was verändert sich, wenn du diese Unterscheidung klar triffst?


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