Unser Gehirn sucht bevorzugt nach Informationen, die bestehende Überzeugungen bestätigen – ein Effekt, den die Psychologie Bestätigungsfehler nennt. Wenn wir einmal überzeugt sind, dass etwas schieflaufen wird oder wir etwas nicht können, sammeln wir oft automatisch nur noch passende „Beweise“. Resilientes Denken bedeutet deshalb nicht positives Denken, sondern vollständigeres Denken. Die Gegenbeweis-Frage hilft dir dabei, den Blick bewusst zu erweitern. Welche Hinweise übersiehst du vielleicht gerade, weil dein Kopf nur in eine Richtung sucht?
So geht’s:
Nimm einen belastenden Gedanken wie „Ich bekomme das nicht hin“ oder „Das wird sicher unangenehm“. Suche anschließend ganz bewusst nach drei konkreten Gegenbeispielen oder Hinweisen, die nicht zu diesem Gedanken passen – etwa frühere Erfahrungen, vorhandene Fähigkeiten oder unerwartet positive Entwicklungen. Es geht nicht darum, den Gedanken wegzureden, sondern ihn zu ergänzen. Was verändert sich, wenn dein Denken wieder mehr Informationen zulässt?


Schreibe einen Kommentar