Unsere Gedanken fühlen sich oft wie Tatsachen an – dabei sind sie zunächst nur mentale Ereignisse. Die kognitive Psychologie zeigt: Wer lernt, Gedanken mit etwas Abstand zu betrachten, kann sich leichter aus negativen Gedankenspiralen lösen. Diese Fähigkeit wird auch kognitive Defusion genannt. Statt „Ich bin nicht gut genug“ entsteht ein neuer Raum: „Ich habe gerade den Gedanken, dass ich nicht gut genug bin.“ Allein diese kleine Verschiebung verändert, wie stark dich ein Gedanke beeinflusst. Was passiert, wenn du deine Gedanken mehr beobachtest als glaubst?
So geht’s:
Achte im Laufe des Tages bewusst auf einen belastenden Gedanken. Formuliere ihn innerlich um, indem du davor setzt: „Ich habe gerade den Gedanken, dass …“. Wiederhole das ein paar Mal ruhig für dich. Spürst du, wie sich die Wirkung des Gedankens verändert, wenn du ihn auf Abstand bringst?


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