Viele Menschen erleben Gefühle als diffus oder überwältigend – vor allem, wenn mehrere Emotionen gleichzeitig auftreten. Studien aus der Emotionsforschung zeigen jedoch: Allein das präzise Benennen eines Gefühls kann dessen Intensität spürbar reduzieren. Dieser Effekt wird auch „Affect Labeling“ genannt. Indem du deinem inneren Erleben Worte gibst, aktivierst du Bereiche im Gehirn, die für Regulation zuständig sind. Statt „Ich fühle mich schlecht“ entsteht so mehr Klarheit: Was genau ist gerade da – Ärger, Enttäuschung, Unsicherheit?
🌀 So geht’s:
Halte kurz inne, wenn du emotional reagierst. Frage dich: Was fühle ich gerade – ganz konkret? Versuche, das Gefühl möglichst genau zu benennen (z. B. „ich bin irritiert“ statt „mir geht’s nicht gut“). Wenn mehrere Gefühle da sind, sortiere sie nebeneinander. Was verändert sich in dir, wenn du deinem Gefühl einen klaren Namen gibst?


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