Handeln

Gute Vorsätze scheitern häufig nicht an mangelnder Motivation, sondern daran, dass im entscheidenden Moment unklar bleibt, wann und wie wir handeln wollen. Die Wenn-dann-Strategie verbindet deshalb eine konkrete Situation mit einer vorher festgelegten Reaktion. Aus einem allgemeinen „Ich möchte öfter Pausen machen“ wird zum Beispiel: „Wenn ich meine Mittagspause beginne, dann gehe ich fünf Minuten nach draußen.“ Solche klaren Verknüpfungen können dabei helfen, Absichten leichter in tatsächliches Verhalten zu übersetzen. Resilienz entsteht dabei nicht durch perfekte Selbstdisziplin, sondern auch durch Strukturen, die gewünschtes Verhalten im Alltag wahrscheinlicher machen. Welche gute Absicht könntest du heute mit einem klaren Auslöser verbinden?

So geht’s

Wähle eine kleine Handlung, die du wirklich umsetzen möchtest, und formuliere sie nach dem Muster: „Wenn X passiert, dann mache ich Y.“ Der Auslöser sollte möglichst eindeutig sein – etwa eine bestimmte Uhrzeit, ein bestehender Ablauf oder eine konkrete Situation. Formuliere auch die Handlung so klein und präzise, dass du sofort weißt, was gemeint ist. Beobachte in den nächsten Tagen, ob dir der feste Auslöser hilft, deine Absicht zuverlässiger umzusetzen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Wenn-dann-Pläne werden als „Implementation Intentions“ direkt und umfangreich untersucht. Sie verbinden einen konkreten Auslöser mit einer vorher festgelegten Handlung und können dadurch die Umsetzung von Absichten und die Zielerreichung unterstützen.

Quelle

Toli, Webb & Hardy 2016, Meta-Analyse.

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