Unser Gehirn liebt Gewissheit. Unter Stress verengt sich das Denken jedoch oft auf eine einzige Deutung – meist die negativste. Psychologische Studien zeigen: Resiliente Menschen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie immer positiv denken, sondern dass sie mehrere Möglichkeiten gleichzeitig zulassen können. Genau hier setzt das „Vielleicht“-Prinzip an. Statt einen Gedanken sofort als Wahrheit zu behandeln, öffnest du innerlich wieder Raum für Alternativen. Was verändert sich, wenn aus einem „So wird es kommen“ plötzlich ein „Vielleicht“ wird?

So geht’s:
Achte heute auf einen Gedanken, der sehr endgültig klingt – zum Beispiel „Das schaffe ich nie“ oder „Das wird bestimmt unangenehm“. Ergänze innerlich bewusst ein „Vielleicht“: „Vielleicht wird es schwierig – vielleicht aber auch nicht.“ Suche anschließend zwei weitere mögliche Ausgänge der Situation, ohne sie bewerten zu müssen. Spürst du, wie dein Denken beweglicher wird, sobald nicht mehr nur eine einzige Version der Zukunft existiert?


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