Resilienz bedeutet nicht, negative Gefühle zu unterdrücken, sondern sie zu verstehen und zu regulieren. Emotionen sind Signale – sie zeigen, was uns wichtig ist. Wer lernt, diese Signale wahrzunehmen und einzuordnen, statt sich von ihnen überrollen zu lassen, gewinnt innere Stabilität. Das Emotionsbarometer hilft, Emotionen zu beobachten, ohne sich mit ihnen zu verwechseln. So entsteht Abstand, Klarheit und die Fähigkeit, bewusster zu reagieren statt impulsiv zu handeln.

Übung: Emotionsbarometer
Notiere über den Tag verteilt regelmäßig, wie du dich fühlst, und ordne deine Emotion auf einer Skala von 1 (sehr ruhig) bis 10 (sehr intensiv) ein. Ergänze jeweils zwei Fragen: Was löst dieses Gefühl gerade aus? und Was brauche ich jetzt, um wieder in Balance zu kommen?

Wenn du Schwierigkeiten hast, dein Gefühl zu benennen, nutze diese kleine Orientierungshilfe:

  • Freude: dankbar, lebendig, ruhig, zufrieden, hoffnungsvoll
  • Angst: nervös, angespannt, unsicher, überfordert, besorgt
  • Wut: gereizt, frustriert, genervt, ärgerlich, wütend
  • Traurigkeit: enttäuscht, verletzt, erschöpft, einsam, resigniert
  • Überraschung: verwirrt, neugierig, verblüfft, irritiert, erstaunt

Mit der Zeit wirst du feiner unterscheiden können, was du wirklich fühlst – und das ist der erste Schritt zur emotionalen Selbststeuerung.


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